Der versteckte Engpass, der Ihren Gewinn blockiert

Der versteckte Engpass, der Ihren Gewinn blockiert

Warum nicht zu wenig Aktivität – sondern fehlende Priorisierung Ihre Marge zerstört

Viele Unternehmer arbeiten zu viel.
Aber sie arbeiten nicht am Engpass.

Das Unternehmen ist aktiv.
Es wird verkauft.
Es wird optimiert.
Es werden neue Initiativen gestartet.

Und trotzdem passiert Folgendes:

  • Die Marge sinkt.
  • Die Komplexität steigt.
  • Entscheidungen dauern länger.
  • Der Unternehmer bleibt operativer Engpass.
  • 80 % Aktivität erzeugen 20 % Wirkung.

Die Ursache liegt selten im Markt.
Und noch seltener in fehlender Kompetenz.

Der wahre Engpass ist strategischer Natur:

Fehlende Priorisierung.

Die typische Entwicklung: mehr Umsatz – weniger Ertrag

Die Dynamik beginnt harmlos.

  1. Neue Zielgruppen kommen hinzu.
  2. Das Angebot wird erweitert.
  3. Varianten entstehen.
  4. Sonderlösungen häufen sich.
  5. Prozesse werden komplexer.
  6. Abstimmungsbedarf steigt.
  7. Margen sinken.

Nicht plötzlich.
Sondern schleichend.

Das Unternehmen wächst – aber nicht fokussiert.
Es wird breiter, nicht schärfer.

Warum mehr Zielgruppen zu sinkenden Margen führen

Jede zusätzliche Zielgruppe erzeugt:

  • eigene Anforderungen
  • eigene Argumentation
  • eigene Preissensibilität
  • eigene Prozesse
  • eigene Ausnahmen

Was als „Markterweiterung“ beginnt, endet oft in:

  • Ressourcenverteilung
  • interner Abstimmung
  • steigender Komplexität
  • sinkender Steuerbarkeit

Der Preis sinkt nicht, weil der Markt unfair ist.
Er sinkt, weil die Differenzierung verwässert.

Der unsichtbare Mechanismus hinter sinkenden Margen

Wenn keine klare Priorität entschieden ist, entsteht folgendes Muster:

  • Alles ist wichtig.
  • Nichts ist zentral.
  • Jede Initiative bekommt Aufmerksamkeit.
  • Keine Initiative bekommt volle Tiefe.

Das Resultat:

80 % Aktivität – 20 % Wirkung.

Sie arbeiten viel.
Aber nicht an dem einen Hebel, der Ihre Marge wirklich bewegt.

Der Unternehmer als Engpass

In dieser Phase passiert etwas Entscheidendes:

Der Inhaber wird zum strukturellen Engpass.

Warum?

  • Entscheidungen müssen zentral getroffen werden.
  • Prioritäten werden situativ gesetzt.
  • Projekte konkurrieren miteinander.
  • Führung wird reaktiv statt strategisch.

Das Unternehmen wächst operativ –
aber es skaliert nicht strukturell.

Die entscheidende Frage

Nicht:
„Wie können wir mehr machen?“

Sondern:

Welche 20 % Entscheidungen erzeugen 80 % wirtschaftliche Wirkung –
und was hören wir bewusst auf zu tun?

Solange diese Frage nicht klar beantwortet ist,
bleibt Wachstum zufällig.

Woran Sie erkennen, dass Priorisierung fehlt

Typische Symptome:

  • Sie bedienen mehrere Zielgruppen – aber keine konsequent.
  • Ihr Angebot ist gewachsen – aber nicht strukturiert.
  • Neue Initiativen entstehen schneller als alte beendet werden.
  • Ihr Team fragt regelmäßig nach strategischer Richtung.
  • Umsatz steigt – Ertrag nicht proportional.

Wenn drei dieser Punkte zutreffen,
liegt das Problem nicht im Vertrieb.

Es liegt in der Priorität.

Warum Märkte Klarheit belohnen

Der Markt honoriert:

  • Fokussierung
  • klare Problemlösung
  • eindeutige Zielgruppe
  • strukturiertes Angebot
  • Wiederholbarkeit

Der Markt bestraft:

  • Komplexität
  • Unschärfe
  • breite Positionierung
  • situative Entscheidungen

Nicht, weil er unfair ist.
Sondern weil Klarheit Vertrauen erzeugt.

Was sich ändert, wenn Sie priorisieren

Wenn Priorisierung konsequent entschieden wird:

  • Varianten reduzieren sich.
  • Prozesse werden einfacher.
  • Entscheidungen werden schneller.
  • Führung wird klarer.
  • Margen steigen.

Nicht durch Mehrarbeit.
Sondern durch Weglassen.

Die unbequeme Wahrheit

Die meisten Unternehmen haben kein Wachstumsproblem.
Sie haben ein Entscheidungsproblem.

Nicht der Markt blockiert Ihre Marge.
Nicht der Wettbewerb.
Nicht Ihre Mitarbeiter.

Sondern:

Zu viele gleich wichtige Themen.

Mein Fazit

Nicht zu wenig Aktivität blockiert Ihre Marge.
Sondern fehlende Priorisierung.

Wer überall mithalten will,
verliert Schärfe.

Wer bewusst entscheidet,
gewinnt Wirkung.

Die Frage ist nicht, was Sie zusätzlich tun sollten.
Die entscheidende Frage ist, was Sie aufhören müssen zu tun.

Wo sind Ihre größten Hebel? Lassen Sie uns sprechen!

In Führung bestehen

In Führung bestehen

– die 80/20-Hebel für starke Teams, weniger Engpässe und mehr Wachstum

Führung ist einer der meist unterschätzten Wachstumshebel im Mittelstand. Viele Unternehmer investieren viel Zeit in Strategie, Prozesse und Fachaufgaben – aber viel zu wenig in die Frage:
„Wie gut wird eigentlich geführt?“

In meinem Gespräch mit Leadership-Experte Ludger Dabrock wurde eines klar:
Führung ist kein „weiches Thema“. Führung entscheidet darüber, ob ein Unternehmen wächst oder stagniert, ob Teams funktionieren oder Konflikte eskalieren, und ob der Unternehmer selbst frei wird oder zum größten Engpass wird.

Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse aus unserem Gespräch – komprimiert, praxisnah und mit klarem 80/20-Fokus.

1. Warum Führung der entscheidende Engpass ist

Unternehmen scheitern selten an fehlenden Ideen oder mangelnder Strategie.
Sie scheitern daran, dass diese Strategien nicht umgesetzt werden.

Und das hat fast immer denselben Grund:

„Jedes Unternehmen ist ein Spiegel seiner Führungspersönlichkeiten.“ – Stefan Merath

Führung ist das Nadelöhr.
Ohne Klarheit, echte Verantwortung und starke Führungskräfte bleibt jede Strategie Theorie.

2. Die drei Rollen im Unternehmen – und warum sie so oft verwechselt werden

Das vermutlich wichtigste Bild aus dem Gespräch ist das Dschungel-Modell:

Fachkraft

schlägt den Weg frei – operatives Doing, Aufgaben, Projekte.

Führungskraft / Manager

organisiert, strukturiert, sorgt für Klarheit und Zusammenarbeit.

Unternehmer

sitzt „über den Baumwipfeln“, gibt die Richtung vor, trifft strategische Entscheidungen.

Der große Fehler vieler Mittelständler:
Sie versuchen alles gleichzeitig zu sein – und sind am Ende keines davon wirklich.

Darum ist Rollenklärung einer der stärksten 80/20-Hebel für mehr Produktivität und weniger Chaos.

3. Selbstführung – die Voraussetzung für jede Mitarbeiterführung

Ein Satz von Ludger bringt es auf den Punkt:

„Es müssen immer zwei geführt werden: du selbst – und deine Mitarbeiter.“

Viele Führungskräfte scheitern nicht an Zahlen oder Fachlichkeit, sondern an sich selbst:

  • zu wenig Struktur

  • keine Prioritäten

  • permanente Erreichbarkeit

  • zu viele Meetings

  • zu wenig Fokus

  • fehlende Grenzen

Das ist kein Persönlichkeitsproblem – es ist ein Systemproblem.

Selbstführung bedeutet:

  • klare Zeitfenster

  • Routinen

  • klare Kommunikationsregeln

  • fokussierte Arbeitsblöcke

  • Erreichbarkeit gestalten statt ertragen

Wer sich selbst nicht führt, wird nie ein Team führen können.

4. Konflikte: der unsichtbare Kostenfresser

Kaum ein Thema ist so unterschätzt – und so teuer.

Konflikte:

  • entstehen selten spontan

  • ziehen sich oft über Monate oder Jahre

  • kosten Fokus, Energie und Motivation

  • blockieren Teams

  • steigern Krankheitsquoten

  • verhindern Veränderungen

Die gefährlichsten Konflikte sind jene, die niemand anspricht.

Je später ein Konflikt angegangen wird, desto teurer wird seine Lösung.

Führung heißt deshalb auch:
Konflikte erkennen, bewerten und frühzeitig klären – bevor sie eskalieren.

5. Warum „Positive Leadership“ echte wirtschaftliche Vorteile bringt

Viele Führungskräfte glauben, gute Führung sei „Kuschelkurs“.
Das Gegenteil ist der Fall.

Positive Leadership bedeutet:

  • Stärken stärken

  • Sinn und Orientierung geben

  • klare Ergebnisse definieren

  • Teamdynamik aktiv gestalten

  • Menschen befähigen – nicht verwalten

Das Ergebnis sind messbare Vorteile:

  • höhere Produktivität

  • weniger Fluktuation

  • geringere Fehlzeiten

  • stabilere Teams

  • bessere Kundenorientierung

Kurz:
Leadership lohnt sich – finanziell.

6. Teamleistung entsteht durch zwei Faktoren

Ludger formuliert es glasklar:

1. Teamzusammensetzung

Habe ich die richtigen Menschen am richtigen Platz?

2. Führung

Wie gut führe ich diese Menschen?

Wenn beides stimmt, entsteht ein High Performance Team.
Wenn eines davon fehlt, entsteht Chaos – egal wie gut die Strategie ist.

7. Strategie einfach gedacht: Big Picture → 3 Jahre → 1 Jahr → 90 Tage

Viele Unternehmer scheuen strategische Planung, weil sie an komplizierte Konzepte denken.

Dabei reicht ein einfaches Modell:

Big Picture (5 Jahre) – Wo soll das Unternehmen stehen?

3-Jahres-Bild – Welche Etappenziele sind entscheidend?

1-Jahres-Ziele – Was muss im nächsten Jahr passieren?

90-Tage-Plan – Die stärksten Hebel, sofort umsetzbar.

Der 80/20-Hebel ist klar:

Die ersten 90 Tage entscheiden über die Veränderung.

8. Fazit: Führung kann man lernen – und sie entscheidet alles

Viele Unternehmer glauben, Führung sei Talent oder Charakterfrage.

Tatsache ist:
Führung ist ein erlernbarer Beruf.

Wer versteht…

  • welche Rolle er hat,

  • wie Selbstführung funktioniert,

  • wie man Konflikte erkennt,

  • wie man Stärken nutzt,

  • wie man Sinn stiftet,

  • wie man die richtigen Menschen am richtigen Platz einsetzt,

…der wird in Führung bestehen – egal wie groß das Team ist.

Abschlusssatz von Ludger Dabrock

„Wenn alles blöd läuft und nichts funktioniert, dann bist du der Engpass – und musst an diesem Engpass arbeiten.“

Und genau das ist die gute Nachricht:
Der Engpass ist selten „das Team“ oder „die Umstände“ – sondern eine Stellschraube in der Führung.
Und diese Stellschraube kann jeder drehen.

Wo sind Ihre größten Hebel? Lassen Sie uns sprechen!

Strategische Klarheit

Strategische Klarheit

Strategische Klarheit: Warum Ihre To-do-Liste keine Strategie ist (und wie Sie das ändern)

Viele Unternehmer sagen, sie hätten eine Strategie.
In Wahrheit haben sie eine lange To-do-Liste – aber keinen klaren Plan, der sie wirklich voranbringt.

Sie arbeiten zehn Stunden am Tag, kämpfen mit steigenden Kosten, Preisdruck und wachsender Komplexität.
Doch statt Durchblick zu gewinnen, wächst der Berg an Aufgaben weiter.
Ich sehe das ständig: Gute Unternehmer, die sich verzetteln, weil sie alles gleichzeitig verbessern wollen.

Dabei ist Strategie nicht „mehr machen“.
Strategie heißt: das Richtige tun – und das Unwichtige lassen.

Der Unternehmer als Flaschenhals: Wenn Verzettelung zum Ertragskiller wird

Oft fehlt eine klare Positionierung.
Kunden erkennen gar nicht mehr, was ein Unternehmen wirklich unterscheidet.
Oder die Zielgruppe ist zu breit gewählt – der Fokus geht verloren.

Viele Unternehmer starten neue Projekte voller Energie, merken aber nach kurzer Zeit:
Es bleibt bei Ideen, die Umsetzung scheitert, die Organisation ist überfordert.
Auch Kennzahlen fehlen häufig. Bauchentscheidungen sind nicht grundsätzlich schlecht –
aber ohne ein paar belastbare Zahlen wird die Steuerung zum Ratespiel.

Nicht selten ist der Unternehmer selbst der Engpass – der Flaschenhals.
Und genau das ist der Ertragskiller: Verzettelung.

Ein einfacher Test hilft:
Fragen Sie sich regelmäßig – „Woran arbeite ich gerade – und bringt mich das wirklich meinem Ziel näher?“

Stoppen, um zu gewinnen: Das 30-%-Ergebnis durch radikalen Fokus

Wenn wir einfach so weitermachen wie bisher, werden wir am Markt unsichtbar.
Ohne klare Strategie entsteht kein Profil.
Das führt zu Stress, Unsicherheit – und irgendwann zum Stillstand.

Ich habe das oft erlebt:
Ein mittelständischer Unternehmer hatte acht Projekte parallel laufen – von Digitalisierung bis neuen Produkten.
Nach einer klaren Standortanalyse haben wir fünf davon gestoppt und den Fokus neu gesetzt.
Ergebnis: 30 % mehr Ertrag, weniger Stress und ein motiviertes Team.

Dasselbe Prinzip gilt auch im Handel:
Weniger Produkte im Sortiment führen zu mehr Übersicht, höherem Umsatz und zufriedeneren Kunden.
Reduktion schafft Wirkung.

Ordner für den Schrank? Warum klassische Konzepte oft an der Praxis scheitern

Viele Strategieberatungen sind zu theoretisch, zu aufwendig und zu weit weg vom Alltag.
Ich kenne das aus meiner eigenen Zeit als Manager:
Mehrere Wochen Analyse, unzählige Meetings – und am Ende drei prall gefüllte Ordner.
Keiner hat sie je wieder aufgeschlagen.

Unternehmer brauchen keine 100 Seiten Analyse, sondern Fokus, System und Motivation.
Deshalb ist der Pareto-Ansatz so wertvoll:
20 % der Themen entscheiden über 80 % des Erfolgs.
Die entscheidende Frage lautet:
„Was sind meine 20 % – und warum habe ich sie noch nicht konsequent umgesetzt?“

Diagnose statt Blindflug: In 3 Schritten zu Ihrem Fokus-Plan

Der Weg ist einfach – aber er braucht Ehrlichkeit.
Ohne Analyse und Diagnose geht es nicht.
Wer sich nie wirklich anschaut, was funktioniert und was lähmt, tappt im Dunkeln.

Wichtige Fragen sind:

  • Wo stehen wir wirklich?
  • Was funktioniert – und was nicht?
  • Wo verlieren wir Energie, Geld oder Motivation?

Wenn diese Klarheit da ist, entsteht automatisch Fokus.
Dann lassen sich die drei Themen identifizieren, die über den Erfolg entscheiden –
und die Maßnahmen, die mit 20 % Aufwand 80 % Wirkung bringen.

Das Ergebnis:
Ein klarer Fokusplan, weniger Ballast, mehr Wirkung.

Keine Zeit für Strategie? Warum wenige Stunden Ihr ganzes Jahr retten können

Strategische Klarheit ist keine Kür, sie ist die Grundlage für jedes Ergebnis.
Gerade in Zeiten, in denen sich Märkte verändern und Unsicherheit zunimmt, ist sie entscheidend.
Denn wer keine klare Strategie hat, wird von anderen strategisch bespielt –
vom Markt, vom Wettbewerb oder schlicht vom Zufall.

Manchmal reichen schon wenige Stunden, um wieder auf Kurs zu kommen.
Ob in einem moderierten Workshop oder in einer ehrlichen Reflexion mit sich selbst:
Klarheit beginnt mit dem Mut, zu fokussieren.

Ihr nächster Hebel: Vom Tun zum Steuern

Erfolg entsteht nicht durch mehr Aktivität, sondern durch Klarheit.
Wirklich erfolgreiche Unternehmer tun weniger – aber das Richtige.

In diesem Sinne:
Bleiben Sie fokussiert, bewahren Sie den Überblick – und steuern Sie Ihr Unternehmen mit Klarheit.

 

💡 Mein Praxis-Tipp:

Wenn Sie merken, dass Sie mehr verwalten als gestalten, ist es Zeit für einen harten Schnitt. Nehmen Sie sich den Raum für eine strategische Standortbestimmung.

Auf volker-wefers.de/strategie-workshop finden Sie genau das: In nur zwei Terminen à drei Stunden erarbeiten wir Ihren Fokus-Plan. Ohne theoretischen Ballast, aber mit messbaren Ergebnissen.

 

Wo sind Ihre größten Hebel? Lassen Sie uns sprechen!

Nur 34,6 % sind zufrieden: Die 5 größten Ertragskiller im Mittelstand

Nur 34,6 % sind zufrieden: Die 5 größten Ertragskiller im Mittelstand

Warum Ihr Ertrag nicht Ihr Potenzial widerspiegelt – und wie Sie das ändern

 Viele Unternehmer kennen das Problem: Sie investieren Zeit und Energie, doch am Ende des Monats ist der Ertrag ernüchternd. Laut unserer Umfrage mit insgesamt 81 Teilnehmern geben nur 34,6 % der Unternehmen an, dass ihr aktueller Ertrag ihre Geschäftsziele erfüllt. 38,3 % sagen klar „Nein“, während 27,2 % zumindest daran arbeiten. Doch woran liegt das – und warum wurde bisher nichts geändert? Wurde bereits eine gründliche Umsatzanalyse durchgeführt? Wurde eine externe Beratung hinzugezogen? Oder fehlt schlicht die Zeit für eine strategische Optimierung?

 

Diagnose: Wo Ihr Gewinn wirklich versickert – Die 5 Hauptursachen

1. Fehlende Fokussierung auf margenstarke Produkte/Dienstleistungen

Viele Unternehmen bieten ein breites Portfolio an, doch nicht alle Angebote tragen gleichermaßen zum Ertrag bei. Statt Zeit in wenig rentable Leistungen zu investieren, wäre eine Konzentration auf margenstarke Angebote oft zielführender.

Tipp: Analysieren Sie Ihre Umsatz- und Ertragsquellen. Welche Produkte oder Dienstleistungen machen den größten Anteil aus? Welche bringen am wenigsten? Konzentrieren Sie sich auf die Top-Performer und reduzieren Sie wenig profitable Angebote.

2. Mangelnde Preisstrategie

Viele Unternehmen orientieren sich bei der Preisgestaltung an der Konkurrenz, anstatt eine eigene, wertbasierte Strategie zu verfolgen. Häufig werden Preise zu niedrig angesetzt, um wettbewerbsfähig zu bleiben – mit negativen Folgen für die Rentabilität.

Tipp: Testen Sie unterschiedliche Preisstrategien, wie z. B. Premium-Pricing für hochwertige Dienstleistungen oder Paketangebote, um den Durchschnittsumsatz pro Kunde zu steigern.

3. Ineffiziente Prozesse

Hohe Betriebskosten und ineffiziente Arbeitsabläufe schmälern den Gewinn. Oft gibt es ungenutzte Effizienzpotenziale in der Automatisierung oder Prozessoptimierung.

Tipp: Nutzen Sie Automatisierungs-Tools, reduzieren Sie manuelle Abläufe und prüfen Sie, ob Outsourcing für bestimmte Tätigkeiten sinnvoll sein kann.

4. Unklare Zielgruppendefinition

Wenn Sie nicht genau wissen, wer Ihre besten Kunden sind, verpassen Sie Chancen auf höheren Umsatz und profitablere Geschäftsbeziehungen.

Tipp: Nutzen Sie eine detaillierte Zielgruppenanalyse. Welche Kunden kaufen am häufigsten? Wer bringt den höchsten Ertrag? Richten Sie Ihre Marketingstrategie gezielt auf diese Segmente aus.

 

👉 *Beispiel: Ein Dienstleister hat ein breites Angebot, doch nur 20 % seiner Leistungen bringen 80 % seines Umsatzes. Nach einer gezielten Analyse mit Hilfe einer externen Beratung fokussiert er sich auf die profitabelsten Leistungen – und kann seinen Gewinn deutlich steigern!

5. Fehlende Differenzierung im Markt

Viele Unternehmen kämpfen mit Austauschbarkeit. Wenn Ihr Angebot nicht klar von der Konkurrenz abhebt, kann es schwer sein, höhere Preise durchzusetzen oder langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen.

Tipp: Entwickeln Sie ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal (USP), das sich auf den größten Kundennutzen konzentriert. Fragen Sie sich: Was machen Sie besser als Ihre Wettbewerber? Warum sollten Kunden gerade Sie wählen? Nutzen Sie Ihre Markenpositionierung strategisch für Marketing und Vertrieb.

 

Die Ertrags-Formel: Wie Sie mit weniger Aufwand mehr Gewinn realisieren

80/20-Analyse nutzen: Identifizieren Sie die 20 % Ihrer Produkte oder Kunden, die 80 % Ihres Gewinns bringen – und optimieren Sie diese.

Preisstrategien überprüfen: Haben Sie die richtigen Preismodelle oder Angebotsmodelle für maximale Profitabilität?

Kosten senken, ohne Qualität zu verlieren: Prozessoptimierung kann Ihre Marge erheblich steigern.

Zielgruppenschärfung: Definieren Sie Ihre idealen Kunden und richten Sie Marketing & Vertrieb darauf aus.

 

 

Klartext für Unternehmer: Die wichtigsten Fragen zur Ertragssteigerung

  1. Wie finde ich heraus, welche Angebote den meisten Ertrag bringen? Nutzen Sie eine einfache Umsatzanalyse: Listen Sie alle Ihre Angebote auf und ermitteln Sie, welche den höchsten Ertrag erzielen. Ein ERP- oder CRM-System kann dabei helfen.
  2. Was tun, wenn meine Preise zu niedrig sind? Erhöhen Sie die Preise schrittweise und testen Sie die Kundenreaktionen. Nutzen Sie außerdem Mehrwertargumente, um höhere Preise zu rechtfertigen.
  3. Wie kann ich Prozesse optimieren, ohne Qualität einzubüßen? Automatisierung, Standardisierung und Outsourcing sind bewährte Methoden zur Effizienzsteigerung. Prüfen Sie, welche Prozesse digitalisiert oder delegiert werden können.

 

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Rule of Seven

Rule of Seven

Rule of Seven: Warum konzentrierte Akquise 400 % mehr Markterfolg bringt als Gießkannen-Prinzip

Einmaliger Kontakt ist kein Marketing – es ist Hoffnung. Wer im Mittelstand profitabel wachsen will, muss die psychologische Schwelle der „Rule of Seven“ verstehen und sie mit der Pareto-Logik kombinieren.

Was ist die Rule of Seven? Das Fundament für planbare Verkaufsabschlüsse

Die „Rule of Seven“ ist eine bewährte Marketingregel, die besagt, dass ein potenzieller Kunde mindestens siebenmal mit einer Marke interagieren muss, bevor er eine Kaufentscheidung trifft. Diese Regel hat ihren Ursprung in den 1930er-Jahren in der Filmindustrie und ist heute ein Grundprinzip des Marketings.

 

Vertrauen auf Knopfdruck gibt es nicht: Die Psychologie der sieben Kontakte

Die „Rule of Seven“ ist eine der ältesten und zugleich aktuellsten Regeln im Marketing. Sie besagt, dass ein potenzieller Kunde im Schnitt mindestens siebenmal mit Ihrer Botschaft interagieren muss, bevor er echtes Vertrauen fasst und eine Kaufentscheidung trifft.

Der Grund ist der sogenannte „Mere Exposure Effect“: Vertrautheit schafft Sympathie. Gerade bei erklärungsbedürftigen Leistungen im technischen B2B-Bereich oder im Bauwesen reicht ein einzelner Brief oder ein Anruf nicht aus, um die Barriere der Skepsis zu durchbrechen.

 

Das Pareto-Prinzip in der Akquise: Mit 20 % der Kontakte zu 80 % der Abschlüsse

Viele Unternehmer schrecken vor dieser Regel zurück, weil sie denken: „Ich kann doch nicht jeden siebenmal anrufen!“ Das ist ein klassischer Denkfehler.

Pareto-Strategen wissen: Es geht nicht darum, irgendwen siebenmal zu erreichen, sondern die richtigen 20 % Ihrer Zielgruppe mit einer so hohen Intensität zu bearbeiten, dass Sie 80 % Ihrer Ergebnisse daraus ziehen.

 

Reizüberflutung und Marktdruck: Warum nur die richtige Segmentierung Sie rettet

Während die ursprüngliche Regel von sieben Kontakten spricht, haben moderne Marktanalysen gezeigt, dass die Anzahl der erforderlichen Kontakte oft höher ist. Einige Experten sprechen heute von 12 bis 20 Kontakten, um einen potenziellen Kunden zu einer Kaufentscheidung zu bewegen. Diese Entwicklung macht deutlich, dass die Neukundengewinnung immer aufwendiger und kostenintensiver wird. Das macht deutlich, dass die richtige Zielgruppensegmentierung entscheidend ist.

 

7-mal Kontakt ohne zu nerven: So bieten Sie echten Mehrwert statt Werbung

Wie füllen Sie diese sieben Kontakte inhaltlich, ohne aufdringlich zu wirken? Der Schlüssel liegt im Nutzen-Vorsprung. Jeder Kontakt muss einen Mehrwert bieten:

  1. Relevanz statt Werbung: Schicken Sie nicht nur Broschüren, sondern wertvolle Impulse (z. B. eine Standortbestimmung für das Geschäftsmodell).
  2. Multichannel-Mix: Kombinieren Sie haptische Erlebnisse (hochwertige Briefe/Broschüren) mit digitalen Kontaktpunkten (Fachartikel, LinkedIn) und dem persönlichen Gespräch.
  3. Die „Angebotstreppe“: Nutzen Sie die ersten Kontakte, um ein kleines Problem zu lösen, bevor Sie die „große Lösung“ anbieten. Das senkt die Hürde für den Kunden.

 

400 % mehr Erfolg bei gleichem Budget: Warum Mathematik Ihr bester Verkäufer ist

Neben wir an, wir haben ein Budget von 100 €. 1 Kontakt können wir mit Werbung für 1 € erreichen.  Bei einem ersten Kontakt beträgt die Kaufwahrscheinlichkeit kleiner als 2 %, ab dem 7. Kontakt steigt die Kaufwahrscheinlichkeit auf über 80 %. Das sind unsere Annahmen. Natürlich ist das ein sehr einfaches Rechenbeispiel.

Szenario 1: 100 € à 100 Kontakte, 2 % Kaufabschlüsse = 2 Kunden

Szenario 2: 100 € à 10 Kontakte die jeweils 10 x erreicht werden, 80 % Kaufabschlüsse = 8 Kunden

Szenario 2 performt klar besser und ist 400 % vom Szenario 1!

 

Der Engpass-Löser: Wie Sie mit weniger Kontakten mehr Marktpräsenz erzielen

Die Neukundengewinnung wird heute immer aufwendiger. Experten sprechen mittlerweile sogar von 12 bis 20 Kontakten in digitalen Märkten. Wer hier mit der „Gießkannen-Logik“ agiert, verbrennt Geld und Energie.

Wirkliche Wettbewerbsstärke erreichen Sie, wenn Sie sich auf Ihre Kernzielgruppe konzentrieren und dort die „Rule of Seven“ konsequent anwenden. Es ist der Unterschied zwischen „um Aufträge kämpfen“ und „als erste Adresse wahrgenommen werden“.

 

Quellen:

https://open.spotify.com/episode/74S2fOUOJgW3ishTvYLO5J?si=-gQM-ADsSfq8wmY7OYOKyg

https://socialmediadominates.com/the-rule-of-seven-in-marketing/

https://blog.thirtysevenwest.com/the-rule-of-7-attracting-customers-with-a-magic-number/

https://www.rankinpr.com/the-rule-of-7-in-marketing/

https://www.brafton.com/blog/content-marketing/marketing-rule-of-7/

https://www.munro.agency/rule-of-7-marketing/

Wenn Sie an diesem Punkt merken, dass nicht Aktivität fehlt, sondern Klarheit, lassen Sie uns das strukturiert klären.

Systeme schlagen Ziele

Systeme schlagen Ziele

Rennen Sie immer noch den Zielen hinterher oder haben Sie Systeme?

Das Zuckerberg-Prinzip: Wie Sie durch Systeme endlich das Wichtigste tun

Nachdem Sie diesen Beitrag gelesen haben, wissen sie,

  • warum Systeme Ziele schlagen
  • wie Systeme, digital oder analog dauerhaft für Sie wirken
  • und welche Fehler sie unbedingt vermeiden sollten

„Die Frage, die ich mir fast jeden Tag stelle, lautet, tu ich das Wichtigste, was ich tun könnte.“ – Mark Zuckerberg.

Da kommt doch die Frage auf, ob dafür die richtigen Ziele entscheidend sind? Ja und nein. Lassen Sie uns doch einfach loslegen.

Die richtigen Ziele zu setzen, scheint entscheidend. Doch in der Realität führen oft nicht die Ziele selbst, sondern die Systeme, die wir etablieren, zum Erfolg. Ob digital oder analog, es sind die wiederholbaren Prozesse und Routinen, die langfristig den Unterschied machen. Bevor wir also tiefer in die üblichen Unternehmensziele wie „mehr Umsatz und mehr Ertrag“ eintauchen, sollten wir uns fragen: Bauen wir Systeme auf, die uns konsequent zum Ziel führen?

Mit unseren Unternehmenszielen zum Beispiel

  • mehr Umsatz und mehr Ertrag
  • oder fünfzig neue Kunden

kommen wir nicht zwangsläufig weiter. Warum ist das so?

Das Ziel-Paradoxon: Warum alle gewinnen wollen, aber nur einer siegt

Also bei Wettkämpfen wollen alle gewinnen, aber viele verlieren. Obwohl sich alle das Ziel setzen, zu gewinnen, reicht das alleine offenbar nicht aus.

Das gilt auch für den Lieblingssport von vielen, den Fußball. Sehen wir uns die Bundesliga an. Da gibt es nicht nur Gewinner, sondern regelmäßig Unentschieden und viele Verlierer. Und dass, obwohl alle immer gewinnen wollen. Das Ziel, zu gewinnen, reicht offenbar nicht aus.

Da können wir uns noch andere Sportarten anschauen. Im Tennis ist das auch so. Ja, auch immer da gewinnen, zu wollen, reicht nicht aus. Im Radsport, in der Leichtathletik. Schauen wir uns den 100-Meter Lauf an. Da laufen zehn Athleten oder Athletinnen nebeneinander. Alle wollen

gewinnen, aber nur einer kann wirklich gewinnen. Beim Rudern ist es ähnlich, ebenso beim Segeln, Schwimmen oder Tischtennis. Da gibt es noch viele weitere Sportarten und wir könnten die Aufzählung noch sehr lange fortsetzen. Interessanterweise wollen die meisten, die an einem Wettkampf teilnehmen,

immer gewinnen.

Das bringt uns zur ersten Erkenntnis, dass nur das Ziel  gewinnen zu wollen, offenbar nicht ausreichend ist, um es zu erreichen. Die zweite Frage, die sich dann förmlich aufdrängt, ist: Was ist denn, wenn der Wettkampf vorbei ist? Was ist denn, wenn das Geschäftsjahr gelaufen ist? Wie geht es dann weiter? Vielleicht setzen wir dann einfach neue Ziele? Ja, es ist natürlich eine Möglichkeit. Ob dann die Ziele tatsächlich erreicht werden, steht in den Sternen.

Die Gretchenfrage ist doch: Wie können die Ziele wirklich erreicht werden? Die Antwort ist: Mit einem System. Ein System ist das WAS hinter den Zielen. Was muss getan werden, um die Ziele zu erreichen? Und aus vielen Was-Aktivitäten formen wir ein System. Mit einem System kann eine Mannschaft, ein Sportler oder ein Unternehmen auf Dauer viel erfolgreicher werden. Wenn wir sagen, wir unterstützen die Fußballmannschaft bei ihrem Ziel zu gewinnen, mit einem System.  Das klingt doch viel besser, als wenn wir nur zu der Mannschaft sagen, ihr müsst alle gewinnen.

System-Design: Warum die Summe der Bausteine stärker ist als der beste Einzelspieler

Ganz einfach. Statt uns nur auf die Spieler zu konzentrieren, schauen wir uns auch weitere Bausteine an, die den Erfolg beeinflussen. Schließlich wollen wir doch aus der Kreisklasse aufsteigen.

Wir würden wir ein System entwickeln, damit unser Ziel auch erreicht wird. In unserem Beispiel würden wir alles aufschreiben, was zum Erfolg beiträgt. Was gibt es Wichtiges? Okay, da gibt es die Ernährung, wir benötigen einen Ernährungsplan nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Durch die verbesserte Ernährung verbessert sich die Fitness der Mannschaft.

Dann gibt es einen Trainingsplan für eine bessere Ausdauer der Spieler, auch nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dann gibt es ein Mental-Coaching, damit die innere Stärke der Mannschaft wächst. Es gibt weiterhin eine Massage, ein Massagekonzept, welches das Verletzungsrisiko der Spieler minimiert. Auch die Ausstattung wird optimiert. Coole Trikots und Hightech-Schuhe.

Kann man vielleicht noch etwas verbessern? Vielleicht ein spezielles Taktik-Training mit Videoanalysen.

Dann benötigen wir natürlich noch ein Talentsystem, das uns hilft, die eigenen Jugend-Talente im Verein zu entdecken und neue Talente anzuziehen. Dann erstellen wir noch ein Trainingslagersystem, damit die Mannschaft sich auf die Saison gut vorbereiten kann. Auch ein Schlaftraining ist nützlich. Damit stellen wir wissenschaftlich fundiert sicher, dass es auch zu effizienten Erholungsphasen kommt.

Mit dem Reisekonzept achten wir darauf, dass die Mannschaft entspannt anreist und bequem übernachtet.

Wenn jetzt jeder vorhandene Baustein kontinuierlich um Kleinigkeiten verbessert wird, werden die Summe der Bausteine immer stärker auf den sportlichen Erfolg wirken. Drei Dinge sind allerdings eine Voraussetzung, damit dieses System auf Dauer auch funktioniert.

  •  Erstens: Der ständige Verbesserungswunsch.
  • Zweitens: Die Verbesserungen nach Möglichkeit messen.
  • Drittens: Eine mittel- bis langfristige Strategie.

Die 1 %-Formel: Wie kleine Verbesserungen zu 360 % mehr Leistung führen

 Wenn wir die Rahmenbedingungen in unserem System in irgendeinen Baustein jeden Tag um 1 % verbessern können, haben wir in einem Jahr eine Verbesserung von 360 % erreicht. Und das ist doch eine Hausnummer!

Dieses System kann für viele andere Sportarten verwenden. Bei einer bisher wenig erfolgreichen Mannschaft werden die Erfolgsfaktoren detailliert auseinandergenommen, so wie wir das jetzt gerade gemacht haben. Daraus entsteht dann ein System, das Geheimnis sind die kleinen stetigen Verbesserungen. In der Summe wirken diese aber gewaltig auf die Mannschaftsleistung.

Übertragen wir dieses Prinzip auf die Unternehmenswelt: Stellen Sie sich ein mittelständisches Unternehmen vor, das im hart umkämpften Markt der Softwareentwicklung tätig ist. Anstatt sich nur auf ‚mehr Umsatz‘ oder ‚die Gewinnung neuer Kunden‘ als Ziele zu konzentrieren, implementiert es ein umfassendes System. Dieses System umfasst kontinuierliche Weiterbildungen für die Mitarbeiter, die Einführung agiler Arbeitsmethoden, regelmäßige Kundenfeedback-Schleifen, um die Produkte zu verbessern, und ein starkes internes Kommunikationssystem, das schnelle Anpassungen ermöglicht. Trotz anfänglicher Herausforderungen führt die konsequente Anwendung dieses Systems nicht nur zu einer Steigerung des Umsatzes, sondern auch zu einer signifikanten Verbesserung der Produktqualität und Mitarbeiterzufriedenheit.

System-Design im Mittelstand: Mit 4 Hauptbausteinen zur permanenten Verbesserung

 Der große Vorteil eines Systems ist die Aufteilung in mehreren relevanten Bausteinen, die alle zum Gesamtergebnis beitragen. Mit dieser „Konstruktion“ lassen sich einzelne Bausteine viel leichter bearbeiten und verbessern, als wenn man immer das große ganze sieht.

Ein System ist wie ein Werkzeugkasten, der dabei hilft, die Arbeit im Unternehmen besser, schneller und organisierter zu erledigen. Dieser „Werkzeugkasten“ enthält verschiedene Methoden und Technologien, um Aufgaben zu vereinfachen, zu koordinieren und idealerweise ständig zu verbessern. Das kann digital erfolgen, muss es aber nicht.

Für Unternehmen ist es von großem Vorteil, das Erreichen von wichtigen Zielen durch Systeme zu unterstützen. Welche Systeme sind dann im Unternehmen denkbar? Hier sind ein paar Beispiele.

Ein Strategiesystem, das sicherstellt, dass sich die eigene Strategie permanent verbessert. Weil dieser ganze Strategieprozess auseinandergenommen und regelmäßig betrachtet werden.  Damit haben wir eine Struktur, die es erlaubt, permanent besser zu werden. Das ist mit Sicherheit ein riesengroßer Hebel, weil so Marktveränderungen rechtzeitig erkannt und darauf reagiert werden kann.

Nachfolgend ein Beispiel eines Strategiesystems, das einfach startet, aber nachher viel mehr Unterpunkte erfassen kann.

Das Ertrags-System: Wie Sie durch intelligente Konditionen Ihren Gewinn steuern

Damit können sowohl Erträge als auch die eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden. Oft besteht solch ein System zum Beispiel aus folgenden Elementen:

  • Basispreise: Die Ausgangspreis für Produkte oder Dienstleistungen vor jeglichen Rabatten oder Zuschlägen.
  • Rabatte und Boni: Hierzu gehören Mengenrabatte, Frühbucherrabatte, Treueboni und andere Anreize, die Kunden dazu motivieren sollen, mehr zu kaufen oder langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen.
  • Zuschläge: Zusätzliche Gebühren, die unter bestimmten Umständen angewendet werden können, wie z. B. für Eilaufträge, spezielle Anpassungen oder Liefergebühren.
  • Zahlungsbedingungen: Die Bedingungen, unter denen Zahlungen geleistet werden müssen, einschließlich Zahlungsfristen, Skontofristen und die Akzeptanz von Zahlungsmitteln.
  • Liefer- und Leistungsbedingungen: Diese legen fest, wie und wann Produkte oder Dienstleistungen geliefert werden, einschließlich Lieferzeiten, Versandarten und eventuelle Rückgaberechte.
  • Preiskalkulationsmethoden: Die Methoden und Formeln, die verwendet werden, um die Kosten für die Erbringung eines Produkts oder einer Dienstleistung zu berechnen und darauf basierend den Verkaufspreis zu bestimmen.

Schluss mit dem Zufallsprinzip: Wie Sie ein System für planbare Kundengewinnung bauen

Oft werden Kunden nicht systematisch gewonnen. Auch hier bietet sich ein System an, dass etwa folgende Fragen beantwortet:

  • Was ist unsere Zielgruppe und wie sieht unser Wunschkunde aus?
  • Warum sollen Kunden bei uns kaufen?
  • Welche Probleme der Kunden können wir mit welchen Angeboten lösen?
  • Sind unsere Angebote attraktiv genug?
  • Welche Kanäle (online und offline) benutzen wir für unsere Kundengewinnung?
  • Wie sprechen wir unsere Zielgruppe an?

Ein exzellentes Beispiel für ein solches System ist die Rule of Seven. Sie zeigt, warum Planbarkeit im Vertrieb wichtiger ist als Glück.

Es sind natürlich noch weitere Systeme denkbar, z. B. für

  • für Stammkundenaktivierung
  • unsere Leistungserbringung
  • Mitarbeitergewinnung
  • Mitarbeiterbindung
  • Innovationen

Bei der Vielzahl von möglichen Systemen darf man sich nicht verzetteln, wenn man zu viel auf einmal möchte.

Analog oder digital? Warum die Logik immer vor der Technik kommt

Wenn im ersten Schritt ein System konzipiert wird, ist das schon eine gute Sache. Je schneller das System eingeführt und umgesetzt wird, desto eher werden die entsprechenden Ziele unterstützt.

Ein schlechter analoger Prozess wird durch Digitalisierung nur zu einem schnellen schlechten digitalen Prozess.

Wenn man etwas im zweiten Schritt digital machen kann und auch automatisieren, ist das natürlich toll, weil man damit eine gleichbleibende Qualität sicherstellen kann.

Das 80/20-System: Warum Sie mit dem Minimum starten müssen, um das Maximum zu erreichen

Im ersten Schritt geht es darum, nicht das perfekte System zu schaffen. Sonst würden wir ja nie fertig. Es geht darum, die Mindestanforderungen zu definieren, also was sind die 20 % eines Systems, die 80 % des Erfolges ausmachen. Das ist unser Grundbauplan.

Im zweiten Schritt geht es darum, wie unser System mit seinen Bausteinen weiter verbessert werden kann.

Und im dritten Schritt setzen wir die beste Lösung um. Spätestens da kommt die Digitalisierung ins Spiel. Gerade wenn es gelingt Prozesse digital und automatisiert darzustellen, sparen wir enorme Zeit und heben das Qualitätsniveau an.

System-Erfolg ohne Perfektionismus: Wie Sie Ihre Ziele dauerhaft leichter erreichen.

 Die richtigen Systeme, aus den richtigen Bausteinen, sorgen für ein dauerhaftes Erreichen Ihrer Ziele. Deshalb werden Unternehmen mit den richtigen Systemen Wettbewerbsvorteile erzielen.

Mein Tipp dazu ist ein Drei-Stufen-Plan:

  1. Passende Systeme für Ihr Unternehmen definieren
  2. Systeme priorisieren nach Wirksamkeit und Einfachheit der Umsetzung
  3. Umsetzen und den Pareto-Ansatz nutzen und sich vor Perfektionismus schützen

Ziele geben die Richtung vor – Systeme bringen Sie ans Ziel.

Ziele allein und seien sie noch so messbar, bringen wenig. Erst, wenn man das WAS hinter den Zielen legt, funktioniert es. Was muss ich tun, um die Ziele zu erreichen? Das sind dann die idealen Bausteine für ein System! Denn Systeme schlagen Ziele oder anders gesagt, sie sorgen dafür, dass die Ziele auch erreicht werden.

Wo sind Ihre größten Hebel? Lassen Sie uns sprechen!